Ein Statement zu unserer Protestaktion vom 22. Oktober Was bedeutet Völkerverständigung, wenn die Betroffenen nicht zu Wort kommen? Am 22. Oktober 2026 sollte in Bremen eine Veranstaltung des Vereins Deutsch-Russische Friedenstage Bremen mit Andrej Bagaj , einem Mitarbeiter der russischen Botschaft in Berlin, stattfinden. Angekündigt war eine Diskussion über deutsch-russische Beziehungen und eine zukünftige „europäische Friedensarchitektur“. Doch was für eine Friedensordnung ist gemeint, wenn der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht den Ausgangspunkt der Diskussion bildet? Wie lässt sich über Frieden sprechen, ohne über die russischen Kriegsverbrechen und die Verantwortung der russischen Staatsführung zu reden? Und wie kann von Völkerverständigung die Rede sein, wenn die Perspektiven der Angegriffenen nicht im Zentrum stehen? Auch das Thema „Russophobie in Deutschland“ sollte zur Sprache kommen. Diskriminierung und Anfeindungen gegenüber russischsprachigen Menschen müssen e...